Diskrimierung im Arbeitsverhältnis: Ansprüche nach dem AGG

Wenn Sie eine Ungleichbehandlung aufgrund eines Merkmals des AGG erfahren haben, können Sie folgende Ansprüche geltend machen. Dabei ist zu beachten, dass das AGG zwischen Ihren Rechten als ArbeitnehmerIn (Arbeitsrecht) und KundIn (Zivilrecht) unterscheidet:

Als ArbeitnehmerIn können Sie bei allen Diskriminierungsformen finanziellen Schadenersatz verlangen und eine Entschädigung wegen der Verletzung Ihrer Ehre beanspruchen.

Bei Belästigung oder sexueller Belästigung am Arbeitsplatz können Sie als ArbeitnehmerIn Ihre Arbeitsleistung verweigern, wenn der Arbeitgeber keine Maßnahmen gegen die Diskriminierung ergreift.

Außerdem darf niemand durch den Arbeitgeber benachteiligt werden, weil er seine Rechte gegen Diskriminierung wahrnimmt oder weil er die diskriminierende Anweisung eines Vorgesetzten nicht ausführt. Das gilt auch für Personen, die eine/n ArbeitnehmerIn bei der Inanspruchnahme seiner Rechte gegen Diskriminierung unterstützen (Maßregelungsverbot § 16 AGG).
Nicht möglich ist es, sich in eine Arbeitsstelle einzuklagen, wenn Sie aus diskriminierenden Gründen als BewerberIn abgelehnt wurden.

Auf dem Gebiet des Zivilrechts können Sie die Beseitigung der Ungleichbehandlung und - bei Wiederholungsgefahr - deren Unterlassung beanspruchen. Auch hier können Sie Schadenersatz und Entschädigung geltend machen.